Ein Blick zurück - die FEGA & Schmitt Firmengeschichte

Erfahren Sie mehr über unsere Wurzeln und darüber, wie sich aus den beiden Elektrogroßhändlern FEGA und Schmitt Schritt für Schritt das leistungsstarke Unternehmen FEGA & Schmitt entwickelt hat.

Gründung des heutigen Elektrogroßhandels als Schmitt GmbH & Co.

Die Firma Schmitt erhielt ihren Namen von dem Unternehmer und Diplom-Ingenieur Karl Schmitt, der 1935 zunächst die „Elektromaschinenbau Fulda GmbH“ gründete. Das Unternehmen expandierte rasch und bekam einen Bosch-Händlervertrag, mit dem Karl Schmitt den „Bosch-Dienst Schmitt“ betrieb. In Zeiten des Krieges entschloss sich der Unternehmensgründer, Notstromaggregate zu bauen und rief im Jahr 1943 zur Beschaffung der Teile (Motoren und Dynamos) die Elektrogroßhandlung Schmitt GmbH & Co ins Leben. Nach dem 2. Weltkrieg dehnte sich der Elektrogroßhandel Schmitt auf Produkte der Elektro- und KFZ-Technik aus.

Die Geschichte des „Fulda-Mobils“, ein Kleinwagen, der in den fünfziger Jahren von Schmitt produziert wurde

In Zusammenarbeit mit dem Konstrukteur und Tüftler Norbert Stevenson wurde das Fulda-Mobil zwischen 1950 und 1959 von Karl Schmitt mithilfe der Elektromaschinenbau Fulda GmbH konstruiert und produziert. Als wichtigster Zulieferer fungierte die Elektrogroßhandlung Schmitt. Der Kleinwagen wurde einzeln von Hand gefertigt und ließ deshalb unzählige Sonderwünsche von Kunden zu. Das Fulda-Mobil besaß nur ein Hinterrad, kam auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 80 km/h, fuhr mit 10 PS, wies einen bis dato einzigartigen negativen Lenkrollradius auf und hatte vier Vorwärts- sowie vier Rückwärtsgänge. Besitzer des Fulda-Mobils erfreuten sich auf Reisen an der Möglichkeit, die Sitze mit wenigen Handgriffen in eine Liege verwandeln zu können und sparten mit dem Dreirad dank Steuervorteilen auch deutlich Geld. Durch die Steuerreform 1955 änderte sich dies jedoch und das Fulda-Mobil wurde seitdem auch mit vier Rädern produziert.

Später wurde das Fahrzeug in Lizenz weltweit – als Bambino in den Niederlanden, als FramKingFulda in Schweden, Norwegen, Irland und Südafrika, als Nobel 200 in England und in Griechenland unter dem Namen Attica 200 – bis 1975 gefertigt. Somit war das Fulda-Mobil der am längsten gebaute Kleinwagen dieser Generation überhaupt. 

 

Weitere Infos rund um das Fulda-Mobil: 

www.rp-online.de

www.automatick.de

www.meinklassiker.com

 

Breite Aufstellung der Schmitt GmbH & Co.

Inzwischen hatte sich Schmitt sehr breit aufgestellt und sein Geschäft nach Lauterbach, Frankfurt und Mainz ausgeweitet. Aufgrund der vielfältigen Geschäftsbereiche erfolgte Mitte der 70er Jahre eine Teilung in B. Schmitt (KFZ-Technik, Werkzeuggroßhandel, später Hi-Fi und Multimedia) und Elektrogroßhandel (inkl. Küchen und Schmuck). Bereits vorher war die Firma Herzau & Schmitt GmbH, die 1958 erworben wurde, wieder ausgegliedert worden (Ankerwickelei, Edelstahlverarbeitung, Trafobau, Liftbau (Schmitt-Lift) etc.). Die Geschäftsführung trat Dipl.-Ing. Karl Schmitt an die beiden Söhne Dipl.-Ing. Karl-Ferdinand Schmitt (Sitz in Frankfurt) und Rechtsanwalt Dr. Gerhard Schmitt (Sitz in Fulda) ab.

In den 80er Jahren wurden weitere Niederlassungen im Rhein-Main-Gebiet eröffnet (Darmstadt, Hanau, Mainz). Friedrich Papendorf übernahm die Geschäftsführung zusammen mit Karl-Ferdinand Schmitt

Gründung der FEG Elektro-Großhandels GmbH

Ursprünglich im Jahr 1946 von dem Ansbacher Unternehmer Josef Kempf gegründet wurde der Elektro-Großhandel Kempf 1973 wegen ungelöster Nachfolgeprobleme an einen Großkonzern verkauft. Überraschend kam es fünf Jahre später jedoch auf Initiative von ehemaligen Mitarbeitern und Lieferanten unter der Federführung von Geschäftsführer Josef Pilz in Würzburg wieder zur Neugründung unter dem Namen FEG Elektro-Großhandels GmbH. Viele ehemalige Kempf-Beschäftigte verließen den Konzern und schlossen sich Josef Pilz und der neuen Firma an. Mit dem klaren Ziel vor Augen, ein leistungsstarker Partner für Fachhandel, Fachhandwerk und Industrie zu sein, wurde noch im Juli des Gründungsjahres eine neue Niederlassung in Ansbach eröffnet und die Hauptverwaltung dorthin verlegt. In großzügig ausgestatteten Geschäfts- und Lagerräumen präsentierte sich das Unternehmen als Vollsortimenter und beschäftigte am Standort Ansbach bereits 37 Mitarbeiter. Zudem wurde in diesem Jahr eine weitere Niederlassung in Erlangen gegründet.

FEG wird zur FEGA

Auch das darauf folgende Jahr ging turbulent weiter. Es wurden zwei weitere Niederlassungen in Nürnberg und in Schwabach eröffnet. Zudem wurde auf Grund von Verwechslungsgefahr mit einem anderen Großhändler die Firmenbezeichnung in FEGA Elektro-Großhandels GmbH umgeändert. Mit den fünf Standorten, etwa 60 Mitarbeitern und dem Grundsatz „Im Mittelpunkt unseres Bemühens steht der Kunde“ legte der Fränkische Elektro-Großhandel Ansbach den Grundstein für eine erfolgreiche Etablierung am Markt.

Eingliederung der Unternehmen in die Würth-Gruppe

Im Geschäftsjahr 1995 begann das Unternehmen FEGA dann ein wenig in Schieflage zu geraten. Weiterer Personalzuwachs bei Umsatzstagnation und gleichzeitigem Preisverfall führten fast zum Niedergang des namhaften Unternehmens. In dieser Situation beteiligte sich im August 1996 die Würth-Gruppe an FEGA und sicherte damit die Arbeitskräfte. Neue Geschäftsführer wurden Uwe Schaffitzel und Karlheinz Rauscher. Zu diesem Zeitpunkt war FEGA an 14 Standorten vertreten.

Im Jahr 1999 änderte sich auch vieles für die breit aufgestellte Schmitt GmbH & Co. Das Unternehmen wurde ebenfalls von der Würth-Gruppe übernommen und in diesem Zuge in Schmitt Elektrogroßhandel GmbH umfirmiert. Zudem erfolgte ein Umzug der Stammfiliale in die Frankfurter Straße in Fulda. Im Jahr 1999 war das Unternehmen mit etwa 220 Mitarbeitern an 13 Standorten vertreten.  

Die beiden Elektrogroßhändler nähern sich immer stärker an

Im Jahr 2000 wurde der Elektrogroßhändler Ohlendorf & Francke mit Niederlassungen in Hannover, Emden, Wernigerode und Wolmirstedt (später Magdeburg) übernommen und Schmitt angegliedert. Auch FEGA expandierte bspw. nach Landshut, Straubing oder München. In den Folgejahren näherte sich Schmitt immer mehr dem Unternehmen FEGA an, führte Kompetenzen zusammen und bildete Synergien, was letztlich zu der stabilen Entwicklung beider Firmen – zunächst im Gleichschritt, später als gemeinsames Unternehmen – führte.

Eröffnung eines gemeinsamen Zentrallagers

Nachdem viele zentrale Tätigkeiten zusammengelegt worden waren, trat das Unternehmen nun auch gemeinsam am Markt auf. Die beiden Elektrogroßhändler griffen auf ein gemeinschaftlich geführtes Warenwirtschaftssystem zu, veranstalteten gemeinsame Vertriebstagungen und boten ihren Kunden einen funktionellen Onlineshop. Der Grundstein für die Weiterentwicklung des Logistiknetzes wurde im Jahr 2006 gelegt. Die Großhändler der Würth-Gruppe eröffneten ein Zentrallager auf einem insgesamt 28.000 m²  großen Gelände in Heilsbronn bei Ansbach. In den rund 9.000 m² großen Lagerhallen entstanden etwa 2.600 Palettenstellplätze auf vier Ebenen und ca. 10.000 lfm. Fachbodenregale für Kleinteile. Der Bau eines gemeinschaftlich genutzten Zentrallagers war ein wichtiger und essentieller Schritt, um den Servicegrad zu verbessern und eine schnelle Lieferung zu gewährleisten.

Zusammenführung zur FEGA & Schmitt Elektrogroßhandel GmbH

Nach jahrelanger Zusammenarbeit kam es zum 01.01.2009 dann schließlich zur Zusammenführung der beiden Großhändler. FEGA und Schmitt waren nun buchhalterisch und rechtlich zur FEGA & Schmitt Elektrogroßhandel GmbH verschmolzen. Ende 2009 zählte das Unternehmen 47 Standorte in Mittel- und Süddeutschland. FEGA & Schmitt beschäftigte ca. 670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 246 Mio. €. 

FEGA & Schmitt Elektrogroßhandel auf Wachstumskurs

Das Geschäftsjahr 2011 stand für den Elektrogroßhändler FEGA & Schmitt ganz im Zeichen von Wachstum. FEGA & Schmitt eröffnete sieben neue Standorte und hieß etwa 90 Mitarbeiter neu im Unternehmen willkommen. Zudem investierte der Großhändler stark in die eigene Logistik. Mit dem im Sommer 2011 eingeweihten, 19 Meter hohen Hochregallager konnte die Gesamtkapazität um 5.000 neue Palettenplätze erweitert werden. Für einen technischen Entwicklungssprung sorgte dabei der Kauf einer hochmodernen Kabelschnittanlage, mit dem auch individuelle Kabellängen effizient bearbeitet werden können. Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit wurden im Jahr 2011 insgesamt 6,5 Mio. € investiert. 

...in der Tat besser.
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