• Elektromobilität

    Ein Elektroauto ist emissionsfrei, leise und wird durch verschiedene Programme gefördert. Besonders in Verbindung mit einem Smart Home ist ein Fahrzeug mit elektrischem Antrieb lohnenswert.

Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch
Umweltschonend, effizient und förderbar

Günstig und umweltschonend fahren ist keine Zukunftsmusik mehr und auch Sie sollten es in Betracht ziehen. In Ihrem Smart Home passt das Elektroauto und die passende Ladestation dazu perfekt ins Gesamtbild. Auch durch die mögliche Problematik, zukünftig nicht mehr mit Dieselfahrzeugen in die Großstädte fahren zu dürfen, ist das Elektroauto eine wunderbare Alternative.

Nicht nur, dass damit kein Benzin gebraucht wird, ist ein großer Vorteil, auch die Lautstärke durch den immer größer werdenden Verkehr kann durch Elektromobilität deutlich verringert werden. Obwohl die Anschaffungskosten eines E-Autos momentan noch recht hoch sind, sind die Betriebs- und Unterhaltskosten günstiger als bei einem Auto mit Verbrennungsmotor.

Die Entwicklung des Elektrofahrzeuges

Bereits vor mehr als einem Jahrhundert gab es die ersten Konzepte für Elektrofahrzeuge. Im Jahre 1898 wurde eines der ersten Elektroautos der Öffentlichkeit vorgestellt - Das Egger-Lohner-Elektromobil Modell C.2 Phaeton (P1). Beinahe unvorstellbar ist, dass das Fahrzeug vor 120 Jahren schon über eine Reichweite von ca. 80 Kilometern verfügte. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 35 Kilometern pro Stunde. Der P1 wurde vor einigen Jahren restauriert und ist im Porsche Museum in Stuttgart ausgestellt.

Seitdem hat sich viel getan in der Branche der Elektrofahrzeuge. Das wird auch in den Absatzzahlen deutlich: Seit etwa 2013 steigt die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland exponentiell an - Im Jahr 2017 ist die war der Bestand der E-Autos um 41 % höher als noch im Jahr 2016. Nachdem Tesla den Elektroantrieb entscheidend voran gebracht hat, ziehen nun auch deutsche Hersteller nach.

In Zukunft können Elektrofahrzeuge jedoch weit mehr bieten, als nur eine neue Antriebstechnologie - im Smart Grid, dem Stromnetz der Zukunft können die Batterien der Elektrofahrzeuge als Speicher eingesetzt werden. So können Lastspitzen im Stromnetz gesenkt und das Fortschreiten der Erneuerbaren Energien gefördert werden. Es liegt also viel Potential in der Entwicklung der Elektrofahrzeuge.

Wie ein Elektrofahrzeug funktioniert und was Sie beim Kauf beachten müssen, möchten wir Ihnen gerne vermitteln.

Das Laden des Elektroautos

"Warum soll ich mir eine teure Ladestation anschaffen? Mit meinem Elektrofahrzeug wird doch ein Ladekabel mitgeliefert." Sicherlich wird mit vielen Elektrofahrzeugen ein Ladekabel mit ausgeliefert. Dazu muss man folgendes wissen: Die Schukosteckdosen, an welche die Ladekabel angeschlossen werden, sind nur für einen Dauerstrom von 13 A für maximal eine Stunde ausgelegt. 

 

Daher kann es bei nicht überwachten Steckverbindungen zu Überhitzung oder Brand kommen. Außerdem ist die Ladeleistung auf 3 kW begrenzt. Ein Fahrzeug mit einer Batteriekapazität von 32 kWh wie der BMW i3 würde 11 Stunden laden, bis er voll ist. Deshalb empfiehlt sich, eine Ladestation zum Aufladen des Elektroautos zu verwenden. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Ladearten.

Für welche Fahrzeuge sind Ladestationen erforderlich?

Hybridfahrzeuge, welche die elektrische Energie für die Batterie aus dem Verbrennungsmotor beziehen, werden nicht extern aufgeladen. Dem entgegen stehen Plug-in-Hybrid Fahrzeuge. Wie der Name schon sagt, laden diese über eine Steckvorrichtung extern und beziehen den Strom etwa von einer Ladestation. Auch bei "Extended range electric vehicles" und "Battery electric vehicles" erfolgt die Aufladung extern.

Welche Ladebetriebsarten gibt es?

Ungesteuertes Laden

Das Laden mit Direktanschluss des Fahrzeuges an das Netz mit einer allgemeinen Schuko-Steckdose mit einem einfachen Kabel ist zwar möglich, jedoch unratsam. Es kann hierbei schnell zu einer Überhitzung kommen, somit besteht Brandgefahr. Aus diesem Grund ist diese Ladeart in den USA verboten.

Gesteuertes Laden mit ICCB-Box

Sicherer ist das Laden mit einer ICCB-Box. Auch hier besteht der Direktanschluss des Fahrzeuges an eine allgemeine Steckdose. Das Kabel ist allerdings mit einer integrierten Steuer- und Schutzfunktion ausgestattet. Außerdem findet eine Kommunikation mit dem Fahrzeug und eine Begrenzung des Ladestromes statt. Zur dauerhaften Verwendung ist dieses sogenannte "Notladekabel" allerdings nicht geeignet.

Gesteuertes Laden an einer Ladestation (AC)

Auch das gesteuerte Laden an einer Ladestation mit Wechselstrom erfolgt über einen direkten Anschluss des Fahrzeuges an das Stromnetz.Die Ladestationen besitzen spezielle Ladesteckdosen oder sind mit einem fest angebrachten Ladekabel mit Ladestecker ausgerüstet. Es sind Ladeleistungen bis maximal 44 kW möglich, derzeit gibt es aber nur Fahrzeuge mit einem eingebauten Ladegerät von 22 kW Leistung.

Gesteuertes Laden an einer Ladestation (DC)

Das Aufladen mit Gleichstrom an einer Ladesäule funktioniert mit einem indirekten Anschluss des Fahrzeugs an das Netz über ein externes Ladegerät. Dieses externe Gleichstrom-Ladegerät besitzt eine integrierte Ladungsüberwachung. Die Ladeleitung ist fest angeschlossen. Aufgrund des Ladegeräts sind diese Ladestationen wesentlich größer und teurer als vergleichbare Wechselstrom-Ladestationen.

Welchen Ladestecker benötige ich?

Es gibt unterschiedliche Steckvorrichtungen zum Laden von Elektrofahrzeugen.

Ladestecker Typ 1

Der Ladestecker Typ 1 ist für einphasiges Laden (Wechselstromladung) bis 7,4 kW geeignet. Die Steckvorrichtung befindet sich nur auf der Fahrzeugseite. Verlängerungsleitungen und "Adapterkabel", die an einem anderen Ladekabel angeschlossen werden, sind nicht erlaubt und funktionieren in der Regel auch nicht.

Ladestecker Typ 2

Dieser Ladestecker ist für dreiphasiges Laden (Drehstromladung) bis max. 63A (44kW) konzipiert. Vorraussichtlich werden alle zukünftig auf den Mark gebrachten Elektrofahrzeuge mit einem Ladestecker dieses Typen ausgestattet sein. Auch bei diesem Ladesteckertypen sind Verlängerungsleitungen nicht zulässig und technisch auch nicht möglich.

Combined Charging System (CCS)

Dieser Ladestecker ist gedacht für besonders hohe Ladeströme, laut Hersteller bis zu max. 500A bei 1000V (500kVA). Aufgrund der hohen Ladeleistung wäre die für 100km erforderliche Energie in etwa 3 Minuten geladen, wobei es aktuell keine Serienfahrzeuge gibt, die mit diesen Ladeleistungen arbeiten können.

CHAdeMO

Diese in Japan entwickelte Steckvorrichtung war ursprünglich für Ladeleistungen bis 150kW konzipiert, zukünftig sollen Ladeleistungen bis 400kW möglich sein. Dieser Stecker kommt hauptsächlich in Fahrzeugen französischer oder japanischer Hersteller zum Einsatz.

Wie lange dauert die Aufladung?

Ladedauer bei vollständiger Aufladung bzw. erreichte Aufladung nach 30min.

Grundsätzlich definiert die Ladeleistung die Aufladegeschwindigkeit. So dauert das Laden am Hausanschluss mit einem einfachen Ladekabel besonders lange und ist nicht für die Praxis geeignet. Besonders schnell erfolgt die volle Aufladung hingegen mit einer Ladestation. Der BMW i3 etwa ist mit einer Gleichstrom-Ladestation in nur 42 Minuten voll aufgeladen. Die Reichweite beträgt dann etwa 300 Kilometer.

Fördermöglichkeiten


"Umweltbonus" der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat zur Anschaffung von Elektrofahrzeugen einen "Umweltbonus" ins Leben gerufen. Förderfähige Fahrzeuge müssen in die Liste der BAFA aufgenommen sein. Art und Höhe der Förderung: Der Bundesanteil am Umweltbonus beträgt für ein Baterieelektrofahrzeug beziehungsweise ein Brennstoffzellenfahrzeug 2.000 Euro und für ein aufladbares Hybridelektrofahrzeug 1.500 Euro. Die Förderung wird nur dann gewährt, wenn der Automobilhersteller dem Käufer mindestens den gleichen Anteil vom Netto-Listenpreis des Basismodells (BAFA Listenpreis) als Nachlass gewährt. Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 Euro netto nicht überschreiten.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge

Halter von Elektrofahrzeugen können bundesweit ihr Fahrzeug ab dem Tag der erstmaligen Zulassung von der Kfz-Steuer befreien. Dies gilt für 10 Jahre in der Zeit vom 18.05.2011 bis zum 31.12.2020. Dabei werden ausschließlich Fahrzeuge gefördert, die mit einem Elektromotor betrieben werden, welcher überwiegend aus mechanischen oder elektrochemischen Energiespeichern oder aus emissionsfrei betriebenen Energiewandlern gespeist werden. Die Steuerbefreiung wird je Fahrzeug nur einmal gewährt. Bei einem Halterwechsel wird sie dem neuen Halter gewährt.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.


Weitere Förderungen im Fördermittelrechner

Weitere Förderungen zur Elektromobilität finden Sie in unserer Fördermittelsuche.

Darunter sind Zuschüsse und Darlehen für Elektrofahrzeuge, aber auch Förderungen, die sich auf die Ladeinfrastruktur beziehen.

 

Fördermittelsuche
Clever sein und staatliche Förderungen nutzen

Sie planen Weiteres und interessieren sich auch für Förderungen in anderen Bereichen, wie erneuerbare Energien, Smart Home oder seniorengerechtes Wohnen? Dann empfehlen wir Ihnen unsere umfangreiche Fördermittelsuche.

Die Zukunft der Elektromobilität

Die Zukunft sieht gut aus für die Elektromobilität. Deutsche Automobilunternehmen stehen unter Druck, noch in diesem Jahr werden von verschiedenen Marken Elektroautos auf den Markt kommen. Durch diverse Förderungen wird die Elektromobilität auch wirtschaftlich attraktiv, es werden mehr Autos gekauft. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur geht voran und besonders in Städten und auf Autobahnraststätten sind bereits viele Ladesäulen zu finden. In Zukunft werden Elektrofahrzeuge allerdings nicht mehr "nur" als Fortbewegungsmittel genutzt. In der E-Mobilität liegt mehr Potential, zum Beispiel beim Einsatz als Stromspeicher im Smart Grid - dem intelligenten Stromnetz der Zukunft.

Vehicle to grid (deutsch: Vom Fahrzeug zum Netz) ist ein Konzept zur Ein- und Ausspeisung von elektrischer Energie aus dem Stromnetz. Bei zu hoher Last im Netz kann überschüssige Energie in Elektrofahrzeugen gespeichert werden. Bidirektional ladefähige Fahrzeuge sind nicht nur in der Lage, Strom zu beziehen und diesen in mechanische Energie umzuwandeln, sondern auch Strom zurück ins Netz zu speisen, etwa in Zeiten hoher Netzlast. 

Vehicle to grid ermöglicht somit eine intelligente Sektorkopplung, also die Verbindung von Strom- und Verkehrssektor. Auch bei einem Stromausfall kann die Batterie des Elektrofahrzeuges als "Notstrombatterie" verwendet werden und das Wohnhaus mit Strom versorgen.

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