E-Mobilität – ein Blick auf die Entwicklung im Video-Interview

Michael Goller
23. Mai 2017

Das Thema Elektromobilität ist in aller Munde. Nicht nur in der Automobilindustrie werden viele Investitionen in Richtung elektrischem Fahren getätigt. Auch Unternehmen wie Mennekes, deren Themen bei der E-Mobilität die Ladesäulen und Ladeinfrastruktur sind, befinden sich in einer spannenden Zeit. Wir haben die Technikmesse eltec genutzt, um  gemeinsam mit Herrn Albrecht von Mennekes einen kleinen Blick auf die Entwicklung der E-Mobilität zu werfen.

Entwicklung

Auf unsere Frage, wie die Elektromobiltät sich in den letzten Jahren entwickelt hat, berichtet uns Herr Albrecht von Mennekes auf der eltec 2017:

«Die Elektromobilität hat sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt, auch wenn man vielleicht noch nicht bei den Stückzahlen ist, die man sich erhofft hat.»

Die Zukunft bleibt spannend. Denn die deutschen Automobilriesen investieren weiterhin in die Weiterentwicklung der E-Mobilität und werden in naher Zukunft einige neue Modelle auf dem Markt platzieren. Porsche und Audi haben noch Fahrzeuge in der Entwicklungsphase, während Opel noch für 2017 den auf dem Chevrolet Bolt basierenden Opel Ampera-e mit einer Reichweite von angeblich 520 Kilometer angekündigt hat. Auch Tesla Motors und Nissan wollen die Zukunft der E-Mobilität mitgestalten. 2018 möchten die beiden Autobauer mit ihren Modellen Tesla 3 bzw. dem neuen Leaf der Branche weiteren Schwung verleihen. Angekündigt sind dabei Reichweiten von 400 bis 500 km und Preise, die in etwa denen vergleichbar ausgestatteter Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor entsprechen.

Mit im Boot auch Renault, zurzeit Marktführer im Bereich Elektromobilität in Europa. Mit den Modellen ZOE und Kangoo Z.E. will der französische Fahrzeughersteller die vorhandene Modellauswahl um Varianten mit neuem E-Motor und vor allem mehr Reichweite erweitern. Last but not least hat Volkswagen – Marktführer bei den konventionellen Fahrzeugantrieben in Europa – angekündigt, im kommenden Jahr ein fünfsitziges E-Mobil mit einer Reichweite von rund 500 Kilometern auf den Markt zu bringen.

Zielgruppenorientierte Lade-Lösungen

Michael Goller: «Herr Albrecht, es treffen da ja momentan zwei Welten aufeinander. Die Verbrennungswelt und die Elektrowelt. Stichwort drei phasig, also schneller und effizienter zu laden. Gibt es Probleme oder Konflikte, die dadurch entstehen?»

Marco Albrecht: «Wir die jetzige Situation eher als Herausforderung und haben uns erst mal angesehen, wer überhaupt Lade-Lösungen benötigt. Dadurch konnten wir acht Zielgruppen identifizieren und dafür Lösungen entwickeln.»

Mennekes unterscheidet bei dem eigenen Produktportfolio zwischen verschiedenen Zielgruppen, wie bspw. Hotels, Parkhäuser oder auch direkt das Zuhause. Denn es gab immer die Herausforderung, wie ein gewerblicher Betrieb eine Abrechnung vornehmen kann. Oftmals wurde die Energie dann an öffentlichen Ladestationen verschenkt. Aber auch ein kleines Hotel möchte diese Möglichkeit anbieten, aber die Energie dem Gast nicht unbedingt kostenlos geben. Da gibt’s mit Unterstützung der Bundesregierung, die ein paar Regularien und Gesetze gelockert hat, auch Lösungen.

«Beispielsweise kann mit unseren Systemen ganz einfach und unkompliziert jeder Kunde abgerechnet werden. Dem Kunde wird dann gegen eine Pauschale Energie bereitgestellt.»

Michael Goller: «Das war ein kleiner Ausblick in die Zukunft. Der Weg wird sein, an allen Stellen, an denen es Sinn macht, Strom anzubieten und korrekt abzurechnen. Was ist Ihre Prognose?»

Marco Albrecht: «Ich sehe die Zukunft sehr rosig. Momentan sind 65.000 reinelektrische Fahrzeuge sind auf den deutschen Straßen. Die Entwicklung wird weiter voran schreiten und ist nicht mehr aufzuhalten. Das Produktportfolio wird breiter und die Preise werden sinken. Vor allem Batterien sind deutlich günstiger geworden und diese waren stets das teuerste Bauteil. Die EU macht immer mehr Druck auf Hersteller. VW ist da ja ein gutes Beispiel. Die Fahrzeuge sollen elektrifiziert werden. Und wie bereits gesagt, gibt es pro Fahrzeug mehr als einen neuen Ladepunkt. Das ist eine hervorragende Aussicht für den Installateur. Sich mit dem Thema zu befassen und neues Geschäft zu generieren ist eine riesige Chance.»

Michael Goller: «Meine Meinung ist, dass wir in fünf bis zehn Jahren darüber lachen, was wir uns mit den Verbrennungsmotoren angetan haben

Marco Albrecht: «Ich sehe das genauso. Die Gegenargumente können mittlerweile ausgehebelt werden. Aber einer der wichtigsten ist, dass wir einiges für die Umwelt tun können. Vor allem wenn der Storm noch aus einer anderen regenerativen Energiequelle kommt.»

Michael Goller: «Vielen Dank Herr Albrecht für diesen rosigen Ausblick

Video-Interview

Wir sind gespannt, was sich in den kommenden Monaten und Jahren im Bereich E-Mobilität bewegen wird. Hier gibt's das Interview im Video: