2018 – Das ändert sich: Förderungen und Pflichten kurz gefasst

Kevin Gögelein
15. Januar 2018

Auch 2018 wird wieder einiges geändert: Förderungen und Pflichten verändern sich, neue Voraussetzungen entstehen. Damit Sie nicht blind ins neue Jahr starten, haben wir ein paar Themen kurz zusammengefasst:

Smart Meter

Neue Technik für Stromzähler

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Was ist ein Smart Meter? Ein Smart Meter ist ein Messsystem, das über das Internet mit dem Netzbetreiber kommuniziert. Diese Art der Strommessung ist seit dem 1. Januar 2017 für Kunden, die jährlich mehr als 10.000 Kilowattstunden verbrauchen, gesetzlich vorgeschrieben.

Davon betroffen sind bisher hauptsächlich Gewerbekunden, aber auch Besitzer von stromerzeugenden Anlagen mit einer Leistung ab 7 kW sollen mit Smart Metern ausgestattet werden. Doch obwohl das Gesetz schon vor ca. einem Jahr in Kraft trat, lassen die intelligenten Messsysteme noch auf sich warten. Ab 2018 sollen nun die alten Messgeräte nach und nach ersetzt werden.

Förderungen vom Freistaat Sachsen

Stromspeicher und Infrastruktur für Elektrofahrzeuge

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Ab dem 4. Januar 2018 gelten höhere Fördergrenzen bis 50.000 Euro und an die Marktentwicklung angepasste Fördersätze. Die Zuwendung für konventionelle Stromspeicher besteht aus einem Sockelbetrag in Höhe von 1.000 Euro zzgl. einem Leistungsbetrag in Höhe von 200 Euro pro kWh Nutzkapazität. Für die mit dem Stromspeicher verknüpfte Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge beträgt die Zuwendung 400 Euro pro Ladepunkt AC und 1.500 Euro pro Ladepunkt DC.

Eine Antragstellung nach der neuen Richtlinie ist ab 4. Januar 2018 möglich. Ansprechpartner für die Förderung ist die Sächsische Aufbaubank

Der Antrag ändert sich

Zuschuss für Heizungsanlagen

Bei Inbetriebnahmen im Jahr 2018: Für Anlagen, für die 2017 der Auftrag erteilt bzw. der Vertrag abgeschlossen wurde, müssen die Inbetriebnahme der Anlage sowie die Antragstellung bis spätestens zum 30. September 2018 erfolgt sein. Der Antrag ist in diesem Fall nach Inbetriebnahme zu stellen.

»Ab dem 1. Januar 2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor Umsetzung der Maßnahme bzw. Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt ab diesem Zeitpunkt ausschließlich online. Übergangsfrist für Inbetriebnahmen im Jahr 2017: Antragsteller, die ihre Heizungsanlage 2017 in Betrieb nehmen, können den Förderantrag noch innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme stellen.

Eigenheimbesitzer müssen, um den BAFA-Zuschuss seit dem 1. Januar 2018 zu erhalten, den Förderantrag stellen, bevor sie den Handwerker beauftragen« so das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz: BAFA.
Veränderung im Elektrohandwerk

Höherer Mindestlohn

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Aktuell zählt das Elektrohandwerk rund 41.500 Beschäftigte – für diese gilt ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn (9,85 Euro im Osten bzw. 10,35 Euro im Westen), welcher zum 1. August 2016 erhöht wurde und seither immer weiter ansteigt. Auch in den nächsten Jahren sind Erhöhungen geplant:

  • Seit 1. Januar 2017: 10,40 Euro Ost (und Berlin) bzw. 10,65 Euro West
  • Seit 1. Januar 2018: bundeseinheitlich 10,95 Euro
  • Ab 1. Januar 2019: bundeseinheitlich 11,40 Euro