Welche Arten von Ladestationen gibt es eigentlich? | Elektromobilität entdecken Teil 7

Karl-Heinz Müller
12. September 2018

Nachdem in den vorhergehenden Berichten bereits von den Themen Ladebetriebsarten und Steckvorrichtungen die Rede war, stellt sich nun die Frage: Welche Arten von Ladestationen gibt es überhaupt? Und vorallem auch: Wodurch unterscheiden sich diese?

Wallboxen oder Wandladestationen

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Wallboxen oder Wandladestationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie an die Wand oder bei freier Aufstellung an einer sogenannten Stele montiert werden. Dies kann in der Garage, am Carport oder an einem Gebäude oder Parkplatz erfolgen. Sie zeichnen sich durch ein kompaktes Design aus und sind mit Typ2 Steckdose (zum Anschluss eines Ladekabels) oder mit einem fest angeschlossenen Ladekabel mit Ladestecker Typ 1 oder Typ 2 erhältlich.

Je nach Ausstattung laden Sie entweder direkt beim Einstecken (plug´n charge), was sich beim Einsatz in der abgeschlossenen Garage anbietet. Oder Sie geben den Ladevorgang über Schlüsselschalter oder RFID-Chips frei, damit Sie den unberechtigte Zugang bei im Freien zugänglichen Wallboxen verhindern. Bei hochwertigen Geräten kommunzieren Sie mit dem Smartphone über eine entsprechende App, so schalten Sie die Ladestation frei und lesen verbrauchte Energiemengen aus. Wallboxen sind mit bis zu 2 Ladepunkten (so werden die Ladesteckdosen bezeichnet) ausgestattet.

Je nach Ausrüstung sind Sicherungen und FI-Schutzschalter bereits im Gerät verbaut oder noch extern in der vorgeschalteten Unterverteilung notwendig. Bei entsprechend ausgerüsteten Geräten ist die Einbindung in ein Abrechnungssystem möglich. Zusätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten eines Lastmanagements, falls mehrere Ladepunkte an einem Hausanschluss zum Einsatz kommen.

Ladesäulen

oder RFID-Karten erfolgen, die Einbindung in ein Abrechnungssystem ist möglich. Die Versorgung erfolgt meist über eine Zuleitung, die erforderliche Absicherung und elektrotechnische Ausrüstung ist in der Ladesäule verbaut.

Für den öffentlichen Bereich sind Ladesäulen erhältlich, die ein separat zugängliches und abschließbares Feld für die Einbauten des Energieversorgers haben. Auch gibt es die Möglichkeit, die Ladesäulen in ein Lastmanagement einzubinden, um die Leistung in der elektrischen Anlage zu begrenzen.

Im Gegensatz zu den Wallboxen sind Ladesäulen für die Aufstellung auf dem Boden konzipiert. Dazu ist ein entsprechendes Fundament oder die Befestigung auf einer Bodenplatte notwendig. Die Gehäuse sind in der Regel robuster ausgelegt und aus beschichtetem Metall oder Edelstahl.

Meist sind Ladesäulen mit 2 Ladepunkten Typ 2 ausgestattet, es gibt aber auch Varianten mit 2 Ladepunkten Typ 2 und 2 Schutzkontakt -steckdosen oder 4 Ladepunkten Typ 2. Die Freischaltung zum Laden kann, je nach Anwendungsfall, über einen Schlüsselschalter